Hornstein am See

Simon Hornstein ist seit 2017 im elterlichen Betrieb und hat seither einiges umgekrempelt. Er sucht einen straffen und kühlen Stil in seinen Weinen. Gelernt hat Simon den Winzerberuf im Staatsweingut Meersburg, seinen Stil verfeinerte er nach der Lehre bei Paul Fürst in Bürgstadt und bei Gross in der Steiermark. Für seine Bachelor-Arbeit kartierte er den Weinbau am Bayerischen Bodensee und definierte alle Parzellen nach ihren Böden. Er hat also ein Händchen für den richtigen Standort für die jeweilige Rebsorte, baut jede Parzelle auch separat aus, bevor er sich für eine Cuvée entscheidet.
Auch wenn seine Liebe den Burgundersorten gilt, vernachlässigt er nicht den am See traditionellen Müller-Thurgau, den er sich karg, straff, reduktiv und ehrlich wünscht. Das schafft er mit Spontangärung und einem langen Vollhefelager. Ohne Batonnage, ausschließlich im Edelstahl! Herauskommt ein schlanker und druckvoller Müller, der in der Nase mit Aromen von Feuerstein, kaltem Rauch und Pfeffer überrascht. Im Mund zeigt er sich saftig mit einer lebendigen Säure, Frucht von grünem Apfel, Mirabelle und Zwetschge zeigt sich erst allmählich, immer begleitet von einer Salzigkeit, die den Trinkfluss anregt, was bei 12,5% Alkohol nicht weiter verwerflich ist. Ein von jedem Kitsch befreiter Müller-Thurgau!

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